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Seen by Themselves

 


Reisebericht Februar 2012


Überblick

 


Reisebericht: der Flickenteppich von Yenggbeyale


Mit vier Augen unterwegs an der Elfenbeinküste


Ein Reisebericht. Teil I: Abidjan-Man


T. Bearth/V. Schaufelberger, Februar 2012


DER BERICHT (wort und bild) WIRD AUS TECHNISCHEN GRUENDEN IN DER ZWEITEN HAELFTE JULI ANGEZEIGT

Markante Erlebnisse und Begegnungen – ein Stimmungsbild aus Abidjan


Montag, 6. Februar, Ankunft in Abidjan mit 3 Stunden Verspätung (technische Panne in Brüssel). Wir – meine Begleiterin, Frau Verena Schaufelberger, und ich – werden vom Dienstlandrover des Centre Suisse de Recherche Scientifique (Schweizerisches Forschungsinstitut, CSRS) erwartet und in unser .Quartier gefahren. Dank dem Geleitschreiben vom CSRS können wir Informatik und Sprachaufnahmegeräte für die Mitarbeiter zollfrei ins Land bringen.


Während wir uns für die Reise ins Landesinnere vorbereiten, ist die Fünfmillionenmetropole Abidjan, die „Perle der Lagune“, in einen dichten Schleier von Wüstenstaub gehüllt. „So etwas haben wir noch nie erlebt“, sagen Bekannte übereinstimmend. Trockenheit, Wüstensand zu ungewöhnlicher Zeit und an ungewohntem Ort: eine Zeitung bringt den Klimawandel in Zusammenhang mit der illegalen Abholzung, die seit Beginn des Krieges vor bald zehn Jahren immer dramatischere Ausmasse angenommen hat. Andere sehen darin hinter vorgehaltener Hand die atmosphärische Parallele zur Eroberung Abidjans durch die Rebellentruppen aus dem Norden, die mit der Unterstützung Frankreichs und der UNO vor bald einem Jahr den Machtwechsel erzwungen hatten. Als Folge verändert sich im Süden und Westen das demographische Gleichgewicht, was vielerorts zu explosiven Situationen führt. Nationale Versöhnung, soziale Kohäsion, Überwindung der ethnisch-regionalen Spannungen stehen deshalb an oberster Stelle auf der politischen Agenda der Regierung.


Erste Begegnungen und Besuche machen deutlich, dass die Krise, die das Land seit den letzten Präsidentschaftswahlen Ende November 2010 erschüttert und zum Eingreifen der westlichen Führungsmächte geführt hat, noch nicht überwunden ist. Dr. B., ein junger Soziologe, zeichnet ein desolates Bild von der Lage der Institutionen der höheren Bildung, das mir befreundete Dozenten bestätigen. Alle Universitäten sind geschlossen. In einigen Fakultäten ist alles zerstört, Infrastruktur, Archive, das nicht digitalisierte Wissen von Jahrzehnten unrettbar verloren. Der Zeitpunkt der Neueröffnung ist unsicher (im September, heisst es von Seiten der Regierung).


            Und wie steht es um die Sicherheit?


Wir melden uns telefonisch bei der Schweizer Botschaft. Ja, man möchte uns gern sehen. Empfang durch den Botschaftsrat, Herrn Bardill. Seine Aufgabe ist es, Investoren aus der Schweiz bei der Kontaktnahme behilflich zu sein. Nach Frankreich und Grossbritannien sind Schweizer Unternehmen, obwohl nicht am Erdölgeschäft beteiligt, der drittgrösste Investor in dem einstigen Vorzeigeland Westafrikas. Zu denen gehören wir ja mit unserem Kaffeeanbauprojekt auch, wenn auch mit etwas unorthodoxen Vorstellungen von Rendite.


Unser Konzept, die lokalen Sprachen in die Entwicklung einzubeziehen, stösst auf Interesse. Anderswo, z.B. in Ostafrika, ist dies längst selbstverständlich, aber in diesem Land mit 65 einheimischen Sprachen, die sich auf knapp 20 Millionen Einwohner verteilen, lag es nahe, ausschliesslich auf das Französische als Sprache der Entwicklung zu setzen. Doch heute zeichnet sich eine Trendwende ab. Niemand kann sich mehr der Tatsache verschliessen, dass je nach Gegend nur ein kleiner Teil der Bevölkerung mit der Landessprache genügend vertraut ist, um komplexe Sachverhalte etwa der landwirtschaftlichen Entwicklung im Zusammenhang zu erfassen und umsetzen zu können. Die Tura etwa, wenn man nachfragt, beharren seit 1964 darauf, dass ihre eigene Sprache neben dem Französischen der Schlüssel der Entwicklung ist.


Unsere Absicht, mit öffentlichen Transportmitteln in den Westen des Landes nach Man zu reisen, stösst bei unserem Gesprächspartner auf Bedenken. Die Sicherheitslage lässt zu wünschen übrig. Wir sind uns dessen bewusst, werden Reisen zur Nachtzeit vermeiden. Auch sagen unsere Mitarbeiter, dass die berüchtigte Strecke zwischen Duékoué und Man „sécurisé“ sei. Dieses magische Wort werden wir auf unserer Reise in den „Wilden Westen“ noch öfters hören. In einem noch stark von Konflikten gezeichneten Land, wo gemäss vorherrschender Arbeitsteilung nur die als politisch verlässlicher geltenden Militärs aus der früheren Rebellion bewaffnet sind, Polizei und Gendarmerie hingegen nicht, ist freilich der Begriff „persönliche Sicherheit“ relativ. Tatsache ist aber, dass wir uns in den drei Wochen, ob in der Stadt oder im Busch, um unsere persönliche Sicherheit nie Sorge machen müssen.


9. Februar: Ein Vorgeschmack auf Arabusta


Nicht vorprogrammiert, aber auf unser Vorhaben zugeschnitten ist die Teilnahme an einem Austausch, zu der wir ins Centre Suisse (CSRS) eingeladen werden. Die Anwesenheit einer Expertin, Frau D. Barjolle (ETH Zürich/neu Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick, AG), ist heute der Anlass, um mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft über die Zertifizierung landwirtschaftlicher Produkte auszutauschen, die den Namen der Gegend tragen, in der sie produziert werden, sogenannte „IGs“. Bekannte Beispiele sind Champagner, Emmentaler oder Gruyère. Wie wäre es, wenn die Tura-Bauern an ihren Berghängen neben dem Robusta-Kaffee die von dort stammende Spezialität, Arabusta, auf den Weltmarkt bringen würden? Mit dem Weihnachtsmarkt in Spreitenbach Ende November 2011 war ja schon einmal ein Anfang gemacht worden, der „Concours“ für IG-Produkte im jurassischen Courtmelon könnte die nächste Etappe sein, meint meine Begleiterin am Schluss des Treffen. Keiner der anwesenden Fachleute scheint etwas dagegen zu haben.


 


 


 


What The Elders Say (History);

The republic of Ivory Coast covers an area of 124'503 square miles in West Africa. It borders on the AtlanticOcean to the south, Liberia and Guinea to thewest, Mali and Burkina Faso to the north, on Ghana to the east. Its population, totalling 16 million in 2000, constitutes a puzzle of approx. 65 indigenous ethnic groups, and in addition large migrant groups, esp. from Burkina Faso and, due to recent upheavels, refugees from Liberia.
Ivory Coast came into existence as a political unit when it was established as a French colony in 1893. In 1960, Ivory Coast became an independent nation, with Felix Houpouet-Boigny as its first President until 1993, and Abidjan as its economic and political capital.xxx




What The elders also say (Proverbs);


The republic of Ivory Coast covers an area of 124'503 square miles in West Africa. It borders on the AtlanticOcean to thesouth, Liberia and Guinea to the west, Mali and Burkina Faso to the north, on Ghana tothe east. Its population, totalling 16million in 2000, constitutes a puzzle of approx. 65 indigenous ethnic groups, and in addition large migrant groups, esp. from Burkina Faso and, due to recent upheavels, refugees from Liberia.
Ivory Coast came into existence as a political unit when it was established as a French colony in 1893. In 1960, Ivory Coast became an independent nation, with Felix Houpouet-Boigny as its first President until 1993, and Abidjan as its economic and political capital.